Tagebucheinträge 2015 – gesammelt

Es werden nach und nach die Einträge ergänzt…

28.05.2015 Donnerstag

Der große Ankunftstag war gekommen. Wir waren alle froh über die Nachricht, dass die Jugenddelegation aus Tansania ihr Visum bekommen hatte und nun im Flieger nach Deutschland saß. Die deutsche Gruppe traf sich um 17 Uhr vor dem Haus der Familie Gebhardt mit allem Gepäck für die Tansania-Freizeit. Jeder von uns bekam noch ein Namensschild. Mit drei VW-Bussen fuhren wir dann zum Flughafen. Dort trafen wir Carola, die für uns übersetzen sollte und wir verteilten untereinander deutsche sowie tansanische Flaggen, um unseren Gästen ein Erkennungszeichen zu geben. Vor dem Terminal warteten wir dann hinter der Glasscheibe und die Aufregung stieg immer mehr. Unsere zweite Übersetzerin Constanze verriet, was wir zur Begrüßung auf der Landessprache Suaheli sagen könnten. „Karibuni“, das heißt „Willkommen“ und „Pole na safari“, was so viel heißt wie „Du tust mir leid wegen deiner langen Reise“. Die Ankunft des Fliegers war um 17.40 Uhr. Wir sahen sie das erste Mal etwas entfernt noch hinter einer weiteren Glastür und Matthias meinte Daudi, den Leiter, zu erkennen. Wir winkten mit den Fahnen, sodass sie uns erkennen konnten. Es dauerte noch ein Weilchen bis sie durch den Check waren und ihr Gepäck hatten. Jeder von uns Deutschen hatte ein Namensschild eines Tansaniers und diese Person sollten wir dann auch begrüßen. Wir hatten ein bisschen Schwierigkeiten, unsere Gäste optisch zu unterscheiden und auf sie zuzugehen, was dann aber doch bei allen funktionierte. Nachdem wir unsere ersten Begrüßungsworte gesagt hatten, machten wir einen großen Kreis und Matthias erklärte noch etwas und betete. Und dann begaben wir uns auf den Weg zu den Autos. Wir nahmen unseren Gästen einen Teil des Gepäcks ab und Matthias begann einige Gespräche. Natürlich versuchten wir alle ein wenig Kontakt aufzunehmen und freundlich zu sein, aber die erste Aufregung und die anfänglichen Sprachprobleme machten das ein bisschen schwierig. Die Rolltreppen waren für die Tansanier eine Neuheit, aber sie ließen sich darauf ein. Unsere Gäste waren noch etwas verhalten und schüchtern. Wir verteilten uns auf die Autos und die beiden Übersetzerinnen begannen schon das ein oder andere Gespräch. Nach etwa einer Stunde kamen wir im Haus „Talblick“ in Bergfelden an. Die Hausbesitzer begrüßten uns freundlich und die Zimmer wurden verteilt. Wir boten den Tansaniern Hilfe beim Beziehen der Betten an. Als nächstes gab es Abendessen, das mit einer Vorspeise begann. Die Gäste hatten anfangs teilweise Probleme mit Messer und Gabel zu essen, aber sie wurden zunehmend sicherer. Außerdem gab es noch Salat, eine Hauptspeise und Nachtisch. In der Pause nach dem Essen versuchten sich die ersten Tansanier im Trampolinspringen. Es war interessant zu sehen, wie schwer es ist, wenn man das Gefühl überhaupt nicht kennt. Danach haben wir einen Kennenlernabend gemacht, den Damaris und Jonathan vorbereitet haben. Dabei waren zum Beispiel das Spiel mit zwei Tempopäckchen, bei dem man sich die Namen in der richtigen Reihenfolge merken muss und das Spiel „ZipZap“, das für viel Unterhaltung gesorgt hat. Außerdem haben die Gäste noch jeweils eine Fleecejacke und ein Duschgel geschenkt bekommen. Die Geschenke haben sie aber erst ausgepackt, als Carola und Conny angefangen haben, ein Lied zu singen. Sie erklärten uns, dass es in Tansania unhöflich sei, das Geschenk vor dem Schenkenden zu öffnen, es sei denn er singt, dass sie es öffnen sollen. Außerdem bekamen wir alle die Willkommens-Broschüre und Matthias sagte noch etwas dazu.

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Dann war offenes Ende des Abends und es bildeten sich Grüppchen (Tansanier und Deutsche gemischt), die sich ein wenig über die Broschüre, ihre Kulturen und Familien austauschten. Ab diesem Moment waren dann fast alle Barrieren gebrochen und wir waren alle sehr entspannt. Es war dennoch manchmal etwas schwer, die Gäste zu verstehen, da sie sehr leise redeten und ein wenig nuschelten. Nach diesem anstrengenden Tag gingen dann alle nach und nach ins Bett. (Miriam)

 

Freitag, 29. Mai 2015

Nach einem ausgiebigen Frühstück, brachen wir gegen 10:00Uhr von unserer Unterkunft in Bergfelden auf, um die Vogtsbauernhöfe in Gutach zu besuchen. Dort wo vor 400 Jahren nur der gut erhaltenen Vogtsbauernhof stand, wurden aus den unterschiedlichsten Schwarzwaldregionen historische Gebäude zu einem Freilichtmuseum zusammengetragen.

Nach einer guten Stunde Fahrt konnten wir diese dann bestaunen. Sechs vollständig errichtete Höfe, ein Tagelöhnerhaus und 15 Nebengebäude wie Mühlen, Sägen, Speicher und einem Leibgedinghaus gab es zu entdecken.

Für unsere tansanischen Freunde war vor allem die Führung in der 1609 erbauten Getreidemühle des Museums interessant, wo zu sehen war, wie noch vor ein paar hundert Jahren in Deutschland Mehl gemahlen wurde.

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Im Anschluss trafen wir den Markgraf von Baden und Peter, seinen Kutscher. Nach einem kleinen Fotoshooting mit Pferden und Kutscher sangen die Tansanier zum Dank für den Markgraf, der zusätzlich noch zu einer kleinen Tanzeinlage genötigt wurde.

Bei einem, zur Atmosphäre passenden, rustikalen Vesper, konnten wir danach erneut Kraft schöpfen und uns nach dem Mittagessen, unterbrochen durch einen kleinen Kaffeeklatsch mit leckerem Kuchen, weiter unseren Weg durch die Häuser der Schwarzwaldbauernhöfe bahnen.

Gegen 17 Uhr traten wir dann wieder die Heimfahrt zu unserer Unterkunft in Bergfelden an, wo wir schon mit einem leckeren Abendessen erwartet wurden.

Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Spieleabend, organisiert von Julian und Verena, die uns mit Spielen wie Chef-Vize, Farbenrutschen und einer Foto-Rally, bei der viele lustige Bilder entstanden, ganz schön auf Trab hielten.

(Anja)

 

Samstag 30. Mai 2015

Auch an diesem Morgen brachen wir wieder gegen 10Uhr auf. Unser erstes Ziel war an diesem Tag die Stadt Meersburg am Bodensee. Dort schlenderten wir zuerst durch die Altstadt, wo unsere Gäste Himbeeren probieren konnten, und dann weiter zur Uferpromenade des Bodensees.

Dort hatten wir nur eine knappe halbe Stunde Zeit, dann ging es auch schon weiter zum Sipplinger Berg, wo uns nach einem Mittags-Vesper eine Führung durch die Bodensee-Wasserversorgung erwartete. Pro Sekunde können dort bis zu 9 000 Liter aus dem Bodensee 310 Meter in die Höhe gepumpt werden, wo das Wasser aufbereitet, gefiltert und anschließend durch Leitungen in halb Baden-Württemberg verteilt wird. Die verschiedenen Ablaufschritte wurden uns zuerst anhand eines kurzen Filmes und später auch live demonstriert. So konnten wir uns ein Bild davon machen, wie kalt die Wassertemperatur von 5°C tatsächlich ist, oder auch, auf welche Art und Weise das Wasser gefiltert wird.

Im Anschluss daran machten wir einen kurzen Abstecher zum Schloss Salem, wo der Markgraf von Baden, den wir am Tag zuvor getroffen hatten, wohnt und genossen mit einem Eis in der Hand die warme Mittagssonne, bevor wir zurück nach Bergfelden fuhren.

Nachdem wir ein weiteres Mal das leckere Essen der Familie Lehner vom Gästehaus Talblick in Bergfelden genießen durften, waren an diesem Abend die Tansanier für das Abendprogramm zuständig. Sie erzählten uns viel über ihr Land, ihre Traditionen und die heutige Lebensweise, beantworteten alle unsere Fragen und zeigten uns tansanische Lieder und Tänze.

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Im Anschluss ließen wir unseren letzten gemeinsamen Abend noch gemütlich ausklingen.

(Anja)

 

Sonntag 31.05.2015

Heute Morgen um halb 9 hat unser letzter Tag im schönen Bergfelden mit einem morgendlichen Impuls von Damaris und einem sehr leckeren Frühstück begonnen. Nach dem Frühstück gab es um 10 Uhr einen Gottesdienst. Aber keinen ganz „normalen“ Gottesdienst, sondern einen etwas anderen.

Nach einigen Liedern gab es bei unserem Gottesdienst keine Predigt wie gewohnt, sondern in der Mitte des Raumes lagen 2 Plakate:

  • Dank
  • Bitte

Jetzt war jeder gefragt. Jeder der wollte durfte auf ein Plakat einen Bibelvers oder einen Satz schreiben und kurz (oder auch lange :) ) etwas dazu sagen.

Beim Dank waren es sehr rührende Bekenntnisse von uns Deutschen und auch der Tansanier. Wir haben wieder neu gehört und gesehen, wie groß und mächtig unser HERR im Himmel ist. Und dass er auch heute noch Zeichen und Wunder tut.

Aber auch bei den Bitten ist uns einiges eingefallen, was wir dann in einem gemeinsamen Gebet zusammen vor Jesus gebracht haben.

Es war ein sehr toller und bewegender Gottesdienst, den wir alle so schnell nicht vergessen werden.

Nach einem richtigen „Sonntagsessen“, Spätzle mit Soß, Fleisch und Kroketten wurde es spannend! Jetzt ging es an die Aufteilung für die Gastfamilienphase. Wir hatten uns schon im Voraus darüber unterhalten und wir alle hatten einstimmig gesagt, dass es für uns überhaupt keine Rolle spielt, wer zu wem kommt, da wir uns mit allen sehr gut verstehen. Daudi verkündete nun, welche 2 Tansanier zu welchen 2 (1) Deutschen kommen werden:

Joni und Max – Eric und Jacob

Juli – Luseko und Daudi

Damaris und Miri – Mariam und Baraka

Anja und Verena – Magreth und Joan

Voller Vorfreude auf die Gastfamilienphase packten wir unsere Koffer und Taschen. Danach saßen wir in einem großen Kreis auf der Wiese und hatten unsere erste gemeinsame Auswertungsrunde. Eine große Rolle spielte hierbei der Müll. Die Frage von Jacob war, warum es hier bei uns in Deutschland so sauber ist. Neben diesem Thema gab es noch viele, viele Fragen zu politischen und wirtschaftlichen Themen. Aber auch wir Deutschen hatten einige Fragen und Anmerkungen. Zum Beispiel haben wir gedacht, dass sie alle mehr traditionelle Kleidung tragen. Und es hat uns auch verwundert, dass einfach alle ein Handy haben und facebook, aber kein dauerhaft fließendes Wasser oder Strom. Es war auf jeden Fall eine sehr aufschlussreiche und interessante Runde.

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Mit einem Lieder der Tansanier verabschiedeten wir uns bei Familie Frank und fuhren zusammen mit unseren jeweiligen 2 Tansaniern nach Hause. Es war eine sehr schöne und erlebnisreiche Zeit, die wir auf der Freizeit erleben durften und jetzt gehts weiter zur Gastfamilienphase. Wir sind gespannt, was uns alles erwartet.

(Verena)

 

Donnerstag, 4. Juni 2015

 

Heute war nun schon der zweite Tag, an dem die Tansanier das S-Bahn-Fahren und natürlich auch den Kirchentag erleben durften. Nach einem stärkenden Frühstück hatten wir Kraft für den langen Tag. Mit Bus, Bahn und zu Fuß sind wir schließlich in der Porsche-Arena angekommen- mit sehr vielen anderen Menschen. Unsere Gäste waren immer wieder begeistert, dass sich so viele deutsche Christen treffen, um Gott zu loben. Im Rahmen des Christustages startete unser Tag mit der Bibelarbeit und gleich darauf folgte eine weitere Veranstaltung des Christustages: Klug durch das Kreuz. Mit dabei waren Prediger wie zum Beispiel Johannes Hartl, Musiker wie Judy Bailey und das Musikerehepaar Frey.

Trotz der Übersetzungsschwierigkeiten gab es ein paar Programmpunkte die allen Gästen gut gefallen haben: Judy Bailey hat uns und die ganze volle Porsche-Arena zum Tanzen animiert und ein hervorragender Pantomime schindete Eindruck bei unserer ganzen Gruppe. Besonders Eric war von ihm angetan, da er einen bekannten Pantomime-Move nachzumachen versuchte. („die unsichtbare Wand fühlen und keinen Ausweg finden“)

Nach einer verdienten längeren (Mittags)Pause waren unsere tansanischen Gäste eingeladen am Tisch der Kulturen teilzunehmen und dort als Vorgruppe für etwas musikalische Unterhaltung zu sorgen. Mit dabei waren Komödianten aus Russland, eine türkische Band und ein Frauenchor aus verschiedenen Ländern Asiens. Das ganze Publikum wurde aufgefordert, sich für ihre Kultur typische Gesten oder Slogans auszudenken. Es gab auch eine Zeit, in der es möglich war, sich mit anderen Teilnehmern aus anderen Kulturen auszutauschen und dabei eine Kleinigkeit zu essen.

Nach so vielen neuen Eindrücken machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause, vorbei am Wise Guys Konzert und vielen Menschenmassen. Abends saßen wir wie üblich zusammen und redeten über den Tag, unsere Pläne für morgen und das Leben hier und in Tansania.

(Damaris)

Freitag 05.06.2015

Heute durften wir alle mal wieder ein sehr leckeres Frühstück bei Gebhardts genießen. Mit leckeren Weckle von der Bäckerei Alber. An dieser Stelle noch mal ein ganz herzliches Dankeschön von uns allen an Matthias und Gerlinde, dass sie für 2 lange Wochen alles geregelt und gemanagt haben. VIELEN DANK! Ihr seid einfach spitze!!!

Danach hat unsere 2. Auswertungsrunde stattgefunden.

Es waren wieder viele neue Dinge, die in der letzten Zeit aufgekommen sind. Manches, was für uns selbstverständlich ist, ist es für unsere Gäste eben nicht. Zum Beispiel hat Jacob es kaum fassen können, dass Gerlinde gleich am nächsten Tag mit ihm zur Arkadenklinik gegangen ist, wegen seinem verletzten Fuß. Er hat sich so sehr darüber gefreut, dass für ihn gesorgt wird.

Aber es geht auch anders herum. Was für unsere Tansanier selbstverständlich ist, ist für uns nicht selbstverständlich. Dabei ging es um das Thema schlagen. Wir werden (in der Regel) von unseren Lehrern und Eltern heutzutage nicht mehr geschlagen. Und bei ihnen ist das ganz normal, dass man geschlagen wird, wenn man nicht aufpasst oder was angestellt hat.

Es ist sehr interessant, die Unterschiede der beiden Kulturen zu sehen und sich darüber auszutauschen.

Nach so einer intensiven Auswertungsrunde mussten wir uns erst einmal stärken mit einem leckeren Essen.

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Und danach ging`s gleich nach Sielmingen in das Fotostudio von Max. Unser Profifotograf hat sich bereiterklärt, ein paar Fotos von unseren Gästen zu schießen. Aber auch wir Deutsche durften uns dann mal in das grelle Licht stellen und uns ablichten lassen :) Am Anfang waren wir noch sehr zurückhaltend, aber je länger Max fotografiert hat umso mehr Ideen kamen und wurden umgesetzt. Auch mit Tansanianern und Deutschen zusammen. Zum Beispiel hat Baraka ihren Kopf auf weiße, betende Hände geneigt. Es sind tolle Bilder raus gekommen. Vielen Dank Max! Es hat sehr viel Spaß gemacht.

 

Pünktlich zum Abendessen sind wir dann wieder zu Hause bei Gebhardts gewesen. Den restlichen Abend haben wir dann ganz ruhig ausklingen lassen. Wir saßen noch eine Weile beisammen und haben uns unterhalten.

Es war wieder ein ereignisreicher Tag und wir sind schon jetzt gespannt, was uns Morgen erwarten wird.

(Verena)

 

Sonntag, 7.6.2015

Wegen den anstrengenden Tagen auf dem Kirchentag beschlossen wir nun doch nicht auf den großen Abschlussgottesdienst in Stuttgart zu gehen, sondern in einen „ganz normalen“. Wir wurden von Uli Scheffbuch sehr herzlich willkommen geheißen im Gottesdienst in der Petruskirche in Bernhausen. Auch hier durften unsere Freunde aus Tansania uns ihre Musik durch ein paar Lieder näherbringen. Hinterher waren wir sehr froh diesen Gottesdienst besucht zu haben, denn uns blieb viel Stress erspart, unsere Gäste lernten einen normalen Gottesdienst kennen und wir hatten die wundervolle Möglichkeit, gute Unterhaltungen bei Kaffee und Knabbereien mit den Gemeindemitgliedern aus Bernhausen zu führen.

Wieder bei Gebhardts gab es ein gutes Mittagessen. Danach hatten wir „frei“ :) so blieb uns Zeit für die vielen guten Gespräche, ein paar Runden UNO und für manche auch ein paar Stunden Schlaf. Gegen Abend hat sich dann ein Großteil der deutschen Teilnehmer verabschiedet und hat das Hillsong Young&Free Konzert in de Schleyerhalle in Stuttgart besucht.

(Damaris)

Montag 08.06.2015

Heute statteten wir der Universität Hohenheim einen Besuch ab. Zuerst besuchten wir das Deutsche Landwirtschaftsmuseum in der Garbenstraße, wo wir von Herrn Emmerich, der sich auch noch an den Besuch der letzten Delegation erinnern konnte, herzlich empfangen wurden. Bei einer anschließenden Führung erklärte er uns mit viel Geduld und Freude die Unterschiede der verschiedenen Getreidesorten und führte uns durch die deutsche Landwirtschaft vom 18.Jh bis in die Gegenwart. Spannend war zu sehen, dass in Tansania, wo 80% der Bevölkerung Farmer sind, heute noch Techniken verwenden, die wir vor ein paar hundert Jahren nutzen.

Im Anschluss, nach einem leckeren Mittagessen, wandten wir uns der Universität zu und besichtigten die beiden größten Hörsäle der Uni wo wir live einen Eindruck davon bekamen, wie eine Vorlesung in Deutschland aussieht. Die Dimensionen des Hörsaals konnten wir im Anschluss noch näher erkunden.

Nach einer Gesprächsrunde über die Bildungsmöglichkeiten, den Ablauf des Studiums und den anschließenden Möglichkeiten sowohl in Deutschland, als auch in Tansania, machten wir uns noch ein Bild von den kleineren Hörsälen im Schlossgebäude, bevor wir uns auf den Weg zurück zu Familie Gebhardt machten. (Anja)

Wir trafen uns um 18 Uhr zur Abfahrt nach St. Johann-Gächingen, einem kleinen Ort auf der Schwäbischen Alb. Dort wollten wir den Jugendkreis im örtlichen Gemeindehaus besuchen. Wir waren mit dem Leiter die Ersten, die ankamen und nach und nach trudelte der Rest ein. Wir wurden herzlich willkommen geheißen und begannen mit einem Kennenlernspiel, bei dem jeder sich vorstellen sollte, wenn er den Ball gefangen hatte. Tanja übersetzte für die Tansanier und für uns. Der Jugendkreis bestand an diesem Tag aus ca. 10 Personen und uns als Gäste. Als nächstes spielten wir ein Spiel, bei dem man versuchen musste die anderen rückwärtsgehend und mit den Händen an den Beinen aus einem Kreis zu schieben. Es war ein bisschen durcheinander, aber letztendlich gab es einen Gewinner. Danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und sollten nach bestimmten Regeln auf Kissen auf die andere Seite des „Ufers“ zu kommen. Wir konnten unseren ursprünglichen Plan den Tansaniern in dieser kurzen Zeit aber nicht verständlich machen und so hüpften kurz nach dem Startschuss beide Gruppen auf den Kissen zum Ziel, was für sehr viel Lachen sorgte. Das hat allen viel Spaß gemacht. Außerdem sangen wir noch einige Lieder auf Englisch, die die Tansanier auch kannten. Dann bereiteten wir das Essen vor und jeder half die Stühle zurück in den Kreis zu stellen oder die Zutaten für die Döner zu holen. Nach dem Essen haben wir dann einen Impuls zu den 4-Punkte-Armbändern gehört, den Tanja auch für die Tansanier übersetzte. Am Ende bekam dann auch jeder ein solches Armband und wir sahen uns noch ein Video von Boppi mit der Zusammenfassung an. Daudi hatte noch eine Präsentation mit Bildern aus Tansania vorbereitet, die er erklärte und anschließend durften die Deutschen noch Fragen

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stellen. Manchmal leitete Daudi auch die Fragen an den Rest der Jugenddelegation weiter und er lud alle ein einmal nach Tansania zu kommen. Gegen 22 Uhr machten wir uns dann auf die Heimreise.

(Miriam)

 

Dienstag 09.06.2015

„Karibuni“ – „Herzlich willkommen“, so empfing das Team der Bechtel Druck GmbH & Co. KG die acht jungen Tansanier sowie ihre deutschen Austauschpartner und die Gastfamilie am vergangenen Dienstag. Was sind die Aufgaben einer Druckerei, was für Menschen arbeiten dort und wie funktionieren die Maschinen? Um dies herauszufinden hatte die Bechtel Druck GmbH & Co. KG Gruppe zu einer Betriebsführung eingeladen.
Neugierig lauschten die Tansanier zunächst einem Vortrag zur Geschichte des Unternehmens und der Theorie vom Auftragseingang bis zur Auslieferung des fertigen Produkts. Corina Viohl, Corporate Development und Maximilian Bader, Mediengestalter, hatten dazu eine spannende Präsentation mit vielen praktischen Beispielen vorbereitet. Und damit auch die jungen Menschen aus Afrika alles verstehen konnten, war Tanja Wurster dabei, die auf Suaheli übersetzte.

Nach einer kurzen Stärkung mit Butterbrezeln wurde es dann richtig spannend. Die Führung startete in der Sachbearbeitung, wo die Aufträge eingehen und angelegt werden und führte weiter zur Druckvorstufe, wo dann auch mal ein typisch deutscher Schreibtischarbeitsplatz bestaunt werden konnte. Exemplarisch wurde ein Foto, welches Maximilian Bader bei einem Fotoshooting mit den Tansaniern einige Tage zuvor geschossen hatte, bearbeitet und für den Digitaldruck aufbereitet. So konnten sie den Ablauf eines Digitaldruckverfahrens beobachten und am Ende hielt Eric stolz ein gedrucktes Bild von sich in Händen.
Aber auch die Plattenbelichtung für den Offsetdruck, die große 5-Farben-Offsetdruckmaschine und die riesigen Schneidemesser in der Weiterverarbeitung beeindruckten sichtlich.

Und so überraschte es nicht, dass am Ende des Rundgangs bei allen Besuchern noch zahlreiche Fragen auf den Zungen brannten, welche gerne noch von den Mitarbeitern beantwortet wurden.

Die Tansanier sagten auf ihre ganz spezielle Art Danke für diesen spannenden Nachmittag: mit einem spirituellen Gesang und rhythmischem Klatschen konnten auch die Deutschen an diesem Tag noch etwas ganz Neues kennen lernen.

Abends ging es dann noch in einen Jugendkreis nach Bernhausen. Nach einem herzlichen Empfang und einem erneuten Aufeinandertreffen zweier Kulturen, spielten wir zunächst ein paar Kennenlernspiele. Im Anschluss gab es noch Saitenwürstchen im Brötchen, welche nicht nur den Magen sondern auch den Zusammenhalt und die neu gewonnenen Freundschaften stärkten. Damit auch die Deutschen etwas über das Land und die Leute Afrikas erfahren konnten, stellte Daudi, Gruppenleiter der Tansanier, noch das Leben der Menschen in Afrika (Schule, Kirche, Arbeit) vor.

Nach einem gelungen Tag, mit Einblicken in die Arbeitswelt eines deutschen Mediengestalters, neuen Bekanntschaften und viel Spaß, ging es dann wieder zu Familie Gebhardt.

Mittwoch 10.06.2015

Nachdem wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück gestartet haben, sind wir zum Paul-Gerhardt-Kindergarten in Harthausen gefahren. Wir wollten den Kids einen Besuch abstatten und den Tansaniern zeigen, wie bei uns die Kinder aufwachsen.

Wir wurden dort sehr nett mit einem Lied in der tansanischen Landessprache, auf Suaheli begrüßt.
Im Morgenkreis mit allen Kindern haben wir die täglichen Rituale durchgenommen und auch die Tansanier haben sich mit einem Lied vorgestellt.

Anschließend haben wir mit den Kids gemeinsam gevespert und sind dann ins freie Spiel übergegangen. Sehr erstaunt waren die Tansanier über die vielen Spielsachen und die schöne Einrichtung des Kindergartens. Auch darüber, dass es so viele Kinderbücher gibt, und selbst die Stühle auf die Größe der Kinder zugeschnitten sind. So etwas gibt es in Tansania nicht.

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Zum Schluss haben wir noch mit den Kindern im Garten gespielt und die haben sich so sehr gefreut, dass sie die Tansanier gar nicht mehr gehen lassen wollten. Es ist doch erstaunlich wie gut die Beziehung zu Kindern funktioniert, und das ganz ohne verständliche Sprache.

Am Mittag haben wir die Freiwillige Feuerwehr Filderstadt in Bernhausen besucht. Da ich dort Mitglied bin, habe ich die Führung übernommen und ihnen erzählt, wie man in Deutschland Hilfe bekommt, wenn sie benötigt wird. Wir haben einen Einsatz von Anfang bis Ende durchgesprochen und auch praktisch gezeigt. Also von der Alarmierung der Einsatzkräfte, wie man die Wasserversorgung aufbaut und das Feuer löschen kann. Dabei hat sie gewundert, dass es in Deutschland überall Hydranten gibt, aus denen man Wasser entnehmen kann. Auch eine Testfahrt mit einer Drehleiter war eine interessante Erfahrung, da wir uns auf einer Höhe von 30 Metern über dem Boden bewegen konnten.

Abends ist dann noch der Uwe vorbeigekommen und hat uns vorgestellt, wie die Afrikaner in Tansania sich die Solarenergie zu Nutzen machen können um ihre Wohnung zu beleuchten und ihre Handys zu laden. Ein qualitativ gutes Solarsystem mit Panel, Akku und Laderegler würde dabei ca. 150€ kosten und würde 5-7 Jahre halten. Das ist auch eine interessante Geschäftsidee, da sie dort auch Geld verdienen könnten, da eine Handyladung sie ca. 25 Cent kostet.

(Julian Schumacher)

 

Donnerstag 11.06.2015

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– Bleiche Dettingen

– Kinderstunde Jakobus

Direkt nach der Kinderstunde ging es weiter zu den großen Jungs. Zu der Jungschar Young Apis, die u.a. von Julian geleitet wird. Zu Beginn haben wir gemeinsam ein paar typische Jungscharlieder gesungen und dann haben unsere Gäste für die Jungscharler ein paar Lieder gesungen.

In der darauffolgenden Geschichte ging es um die Frau, die Jesus die Füße gewaschen hat. Passend zur Geschichte haben wir dann auch einige Spiele gemacht, bei denen wir verschiedene Gegenstände mit den Füßen weitergeben mussten. Es hat sehr viel Spaß gemacht und wir waren ein Team :)

Danach gab es leckere Hot Dog`s und was zu trinken. Leider war dann die Zeit schon um und die Jungs sind nach Hause gegangen. Aber wir noch nicht. Julian hatte eigentlich noch ein Spiel geplant: Völkerball. Also haben wir dieses Spiel noch alleine gespielt. Dabei ging es richtig wild zu. Es wurde voller Einsatz gezeigt und es hat sehr viel Spaß gemacht.

Abends saßen wir bei Gebhardt noch gemütlich auf der Terrasse, haben uns ausgetauscht, gegenseitig massiert, Obst gegessen und den warmen Abend genossen.

(Verena)

 

Tagebuch Miriam 12.06.2015 Freitagabend

Um 17 Uhr kamen die Tansanier zur Bubenjungschar der 1. und 2. Klasse in Bonlanden, die von Damaris, Julia und mir geleitet wird. Es waren nur ca. 4 Kinder da. Wir begannen mit einer kleinen Vorstellungsrunde, bei der jeder seinen Namen und etwas, das er gerne macht, sagen sollte. Tanja übersetzte für uns. Danach sangen wir und auch unser jungschartypisches „Vater Abraham“ durfte nicht fehlen. Unser Praktikant Steven, der den Impuls vorbereitet hatte, las den Psalm 23 vor und fragte die Zuhörer, was man daraus für sein Leben lernen kann, woran sich nur die Deutschen beteiligten. Danach gingen wir gegenüber vom Gemeindehaus in den Burggraben, um dort „Zublinzeln“ und „Bannemann“ zu spielen. Es war nicht immer einfach, den Gästen die Spiele verständlich zu erklären und so brauchte es beim Zublinzeln einige beispielhafte Runden. Bannemann spielten sie mit großer Begeisterung. Zurück im Gemeindehaus machten wir noch unseren Abschlusskreis und verabschiedeten die Kinder. Direkt danach (18.30 Uhr) ging es im Gemeindehaus weiter mit dem offenen Jugendkreiskonzept „FiSch“(Freitags immer Schpaß). In der

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Ankommensphase trafen sie einige bereits bekannte Gesichter. Erste Gespräche entstanden beim offenen Empfang mit Snacks und Süßem. Beim gemeinsamen Start sangen wir einige Lieder und ich hatte einen Impuls vorbereitet, den Tanja übersetzte. Sie sangen uns auch noch ein Lied. Als Angebote gab es einmal ein Bandraum-Konzert von Jonathans Band „Jockel“ und verschiedene Spiele mit Damaris und mir. Da die Tansanianer sich gewünscht hatten, die Band einmal zu hören, waren sie alle dort. Ich glaube allerdings, dass es ihnen irgendwann langweilig wurde. Danach aßen wir alle gemeinsam, wobei sich ein Großteil der Tansanianer an einen Tisch setzte, sodass sie nicht so viele Gespräche mit den deutschen Teilnehmern hatten. Nach dem Essen ging es dann relativ bald nach Hause.

(Miriam)

Samstag, 13.6.2015

Nach einem gemeinsamen Frühstück saßen wir alle zusammen um die vergangene Woche zu besprechen, was uns gut gefiel, was neu für uns und vor allem für die Tansanier war und was sie nicht verstehen konnten. Baraka war zum Beispiel sehr begeistert von den vielen verschiedenen Angeboten für kleine Kinder. In Tansania gibt es in einem Kindergarten nicht mal Tische und für jedes Kind ein Spielzeug. Es war auch sehr schön zu wissen, dass wir uns so gut um Menschen mit Behinderung kümmern. Etwas, das Mariam sehr gewundert hat, war die Sauberkeit und die strikte Mülltrennung, die es hier in Deutschland gibt.

Nach dem Mittagsessen fingen Gerlinde, Matthias und ein paar freiwillige Helfer an, das Geburtstagsfest für Matthias vorzubereiten. Um 18:30 Uhr kamen dann ein paar Gäste und es feierten alle zusammen mit Matthias seinen Geburtstag. Zur gleichen Zeit gab Miriam ihre Geburtstagsparty. (Die beiden haben nur 3 Tage auseinander Geburtstag:) Nachdem ein paar Stunden vergangen sind kamen unsere Freunde aus Tansania und Deutschland auch kurz noch bei Miriams Geburtstag vorbei. So richtig gute Stimmung kam auf, als unsere Gäste anfingen „african style“ zu tanzen und uns animierten mitzumachen.

(Damaris)


14.06.2015 Sonntag

Am Sonntag trafen wir uns um 8 Uhr zum Frühstück. Um 9 Uhr war dann Abfahrt nach Grabenstetten, wo wir den Gottesdienst und das anschließend stattfindende Gemeindefest besuchen wollten. Aufgrund des guten Wetters fand der Gottesdienst im Freien neben der Kirche statt und wurde musikalisch durch den Posaunenchor und ein Singe-Team unterstützt. Die Gäste wurden Pfarrer Siegbert Betz, (dessen Tochter bereits 2013 als Mitglieder der Vorgängerjugenddelegation in Tansania war), herzlich willkommen geheißen. Außerdem trafen wir noch die Schwester von Elisabeth Schenk, einer Missionarin in Tansania. Die Tansanier versuchten, so gut es ging, die deutschen Lieder aus den Liederbüchern mitzusingen, was mich sehr beeindruckte. Außerdem erlebten sie eine Kindertaufe mit. Des Weiteren trugen unsere Gäste auch noch musikalisch zum Gottesdienst bei. Luseko animierte die Leute wie meistens zum Klatschen und Arme bewegen. Die Predigt versuchte ich Daudi nach dem Gottesdienst zusammengefasst zu erklären. Danach gab es Maultaschen, Pommes, Kartoffelsalat, Würstchen und Schnitzel zu essen. Nachdem wir das Essen beendet hatten gingen wir in die Kirche, um die Orgel und auch den Glockenturm zu besichtigen. Danach gingen wir noch über den Friedhof nebenan und dann in den Garten. Dort gab es verschiedene Spielangebote für Kinder gab. Einige Tansanier erfragten die Funktion und den Sinn eines Spiels und beteiligten sich eifrig am Geschehen. Später bekamen sie alle ein Eis spendiert. Bei Kaffee und Kuchen sangen die Tansanier noch einmal im

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Gemeindehaus und Daudi zeigte eine Präsentation über die Kirche in der Rift-Valley-Diözese. Danach spielten sie draußen noch weiter und fanden sogar einige junge Freunde. Außerdem waren ein paar Bläser gekommen, die Daudi von deren Besuch in Tansania kannte und so konnten sie sich gut unterhalten. Als die meisten Gäste gegangen waren gab es noch Crêpes für alle und wir verabschiedeten uns. Als nächstes fuhren wir nach Bad Urach, wo wir den Jugendgottesdienst Ekkle besuchen wollten. Ein Moderator führte uns durch den Abend und eine Band begleitete die Lieder. Es war eine sehr freundliche und lockere Atmosphäre. Wir hörten eine Predigt über das siebte Gebot und Tanja übersetzte diese für die Tansanier. Da sie teilweise auch sehr müde waren, versuchten manche ein wenig zu schlafen. Danach sangen die Tansanier noch und wir versuchten, mitzusingen und zu -klatschen, was nicht immer allen Deutschen so gut gelang. Jacob erzählte dann noch von seiner Begegnung mit Gott. Es ging auch um Dämonen, was für uns Deutsche seltsam klingt, in Tansania aber sehr präsent ist. Dann gab es noch Gebetsstationen, die man besuchen konnte und die Gäste fragten auch bei uns nach, für was die einzelnen zu bedeuten hatten. Nach dem Gottesdienst mussten wir uns von Tanja verabschieden, was ihr und den Tansaniern etwas schwer fiel. Dann machten wir uns auf den Heimweg.

(Miriam)

Montag den 15.06.2015

Zuerst am Tag gab es wie jeden Tag ein gutes Frühstück bei dem, so wie mir schien, keiner der Tansanier pünktlich kam. Nach der Stärkung ging es auch schon direkt los zum Biobauern Hof Hörz bei uns (Gebhardts) gleich um die Ecke. Nach einem 5 Minütigen Marsch wurden wir höfflich von Jörg Hörz und seiner Frau Beate Hörz in Empfang genommen. Jörg erklärte uns den groben Ablauf unseres Besuches und was wir alles ausprobieren können und sehen werden.

Zuerst ging es in die Gewächshäuser in denen unter anderem Gurken, Auberginen und Tomaten angebaut wurden. Den Tansaniern wurde erklärt was es heißt eine Pflanze zu veredeln und warum man sowas macht. Auch für uns Deutsche nicht ganz uninteressant. Nach den Gewächshäusern waren die Kartoffeln dran bei denen sich die Tansanier sofort mit Hand anlangten und halfen die Kartoffeln aus der Erde zu sammeln. Ein kleiner Wettstreit entstand wer kann mehr Kartoffeln finden und ernten.

Als auch wirklich jede Kartoffel geerntet war ging es zum Traktor mit Anhänger und wir fuhren ein wenig umher um zu sehen wie die Felder hier in Deutschland aussehen aber auch die verschiedenen Möglichkeiten zum Anbauen zu sehen. Danach ging es noch zum Maispflanzen.

Am Mittag wurde erstmal sich ausgeruht von der Körperlichen Arbeit um am Arbeit wieder topfit in den Jugendkreis in Bernhausen im Fuzo zugehen. Die Jugendlichen dort haben sich gut verstanden mit den Tansanier. Gute Gespräche sind entstanden und die ein oder andere Einladung ins eigene Land wurde ausgesprochen.

Mittwoch 17. Juni 2015

Wir haben uns auf den Weg gemacht in die Grundschule in Bonlanden, um unser deutsches Bildungssystem und Schulklima etwas kennen zu lernen. Zunächst hat die Tansanier ein großer Pausenhof mit sehr vielen Spielgeräten beeindruckt. Dort gab es eine Tischtennisplatte, Ballspielelemente und Balancierübungsgeräte.

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Drei Stunden toller Unterricht standen uns bevor. Bei Frau Schnabel in der ersten Stunde hatten wir englischen Musikunterricht. Wir haben uns zu den jungen Schülern einer dritten Klasse gesetzt und mit denen zusammen gesungen und getanzt. Auch die Tansanier durften etwas von ihrer Kultur erzählen und zeigen.

Danach gab es eine große Pause, in der wir uns mit den Kindern spielerisch unterhalten konnten. In der nächsten Stunde hatten die Schüler Freiarbeit. Sie durften sich selbst raussuchen, welches Aufgabenblatt sie bearbeiten und zum Schluss haben wir noch ein Referat über Hunde gehört. In der letzten Stunde hatten wir Mathe, eine Sprache, welche die Tansanier auch verstehen.

Anschließend sind wir zur Bäckerei Kettinger gefahren. Dort haben wir die Produktion besichtigt. Es war sehr interessant zu sehen wie eine Brezelmaschine funktioniert. Alle waren sehr erstaunt, dass man auf der einen Seite den Teig hinein kippt und auf der anderen Seite Bleche mit Brezeln rauskommen. Auch besonders, dass eine Maschine die Brezeln formen kann. Aber auch das Selberbacken hat großen Spaß gemacht und dann auch gut geschmeckt.

Abends gab es noch ein schönes Abschiedsfest in der Petruskirche, mit einem tollen Überblick, was wir in den drei Wochen alles erlebt haben. Auch meinen Eltern hat es sehr gut gefallen und endlich waren sie auch mal informiert. Zum Schluss haben die Tansanier noch ein Solarpanel als Geschenk bekommen um ihr Handy mit Strom zu versorgen. Mich hat besonders gefreut, dass Luseko mir seinen Umhang geschenkt hat, den er von seinem Großvater bekommen hat, in den Gogo-stammfarben Violet und Gelb.

Es war eine erlebnisreiche und wunderdschöne Zeit zusammen. Danke an alle dafür!

(Julian Schumacher)