Arbeitsprojekt in Tansania

Wo: St. John’s Bible School and Secondary School
Wann: 21. April 2009
Was: Steine in eine Reihe legen „bügeln“, Müllloch graben, Wege fegen

Nach einiger Überlegung am Abend vorher, was und wie wir helfen könnten, entschieden wir uns für eine einfache Taktik: Nicht wir entscheiden, was wir tun möchten, da damit auch die komplette Organisation der Materialien etc. zusammen hängt.

Renates Idee, der wir alle zustimmen konnten, war: wir melden uns an, kommen einige Stunden und bitten die Menschen vor Ort sich zu überlegen, was wir helfen könnten.

Damit soll deutlich gemacht werden: wir helfen gerne, geben unsere Zeit und Arbeitskraft, erwarten aber eine Organisation vor Ort.

Nachdem wir am nächsten morgen im College angekommen waren hatten wir zuerst das Gefühl, dass keiner richtig wusste, was wir tun sollten. Schließlich bekamen wir dann aber eine Aufgabe: zwei starke Männer sollten im freien Feld ein Loch als Müllgrube graben. Zwei von uns Mädels bekamen Besen und sollten die Wege, die zu dem Klassenzimmern führen, fegen. Die anderen hatten die Aufgabe, Steine in eine gerade Linie zu legen. Diese Steine dienen als Begrenzung zwischen einem teilweise bepflanzten Streifen, der an den Weg angrenzt und dem Innenhof des U-förmigen Gebäudes.

Wir konnten den Sinn dieser Aufgabe nicht richtig verstehen, führten sie aber trotzdem aus.

Was wir gelernt haben: Unsere Blickwinkel sind sehr unterschiedlich. Zwar hat es unserer Meinung nach an diesem Tag ein bisschen an der richtigen Organisation gefehlt. Aber wer entscheidet, was wichtig ist und was nicht?

Carolin Alber