Geschichte Partnerschaft

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Die Rift-Valley-Diözese gehört zur Anglikanischen Kirche in Tansania. Die Anfänge derAnglikanischen Kirchen in Ostafrika gehen zurück auf die Arbeit des Derendinger Missionars Johann Ludwig Krapf. Aber auch sein späterer Mitarbeiter und Nachfolger Johann Rebmann aus Korntal darf nicht vergessen werden.

 

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Die Anglikaner konzentrierten sich zunächst auf das Gebiet des heutigen Uganda und Kenia. In Tansania war man hauptsächlich auf Sansibar und die Küste konzentriert, errichtete aber dann 1876 auch eine Missions-Station in Zentraltansania. Daraus ist später die Zentraldiözese hervorgegangen. Die Rift-Valley-Diözese entstand 1991 durch Teilung der Zentraldiözese, die ihren Sitz in Arusha hatte. Die Gegend gehört zu den ärmsten in Tansania. Über 90% leben im Rift-Valley von der Landwirtschaft.

Die Partnerschaft auf Kirchenleitungsebene geht zurück auf die Freundschaft der beiden Bischöfe Dr. Alpha Mohamed und Dr. Theo Sorg Ende der 80-er Jahre.
Daraus haben sich in den folgenden Jahren regelmäßige Besuche und erste Ansätze zur Zusammenarbeit beider Kirchen entwickelt. Bei dem Bischofsbesuch in Tansania 1992 wurde schließlich eine Partnerschaft vereinbart, die zunächst auf Kirchenleitungsebene gepflegt wurde.

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1993 wurde der neu entstandene Kirchenbezirk Bernhausen, der bisher ein Teil des Degerlocher Bezirks war, angefragt, ob er sich eine Partnerschaft mit der Rift-Valley-Diözese vorstellen könnte. 1997 kam auch der Kirchenbezirk Bad Urach als weiterer Partner hinzu. Die Partnerschaft soll nicht nur auf Kirchenleitungsebene gepflegt, sondern auch auf Gemeindebasis lebendig gemacht und gestaltet werden. Die Kirchenbezirke Bernhausen und Urach (seit 2016 Bad Urach-Münsingen) sind gebeten worden, dabei mitzuarbeiten.

 

Gestaltung der Partnerschaft

Die Kirche wächst stark:

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1991: 19 Gemeinden, 67 Kirchen, 35.000 Mitglieder, 67 Evangelisten, 25 Pfarrer
2004: 46 Gemeinden, 244 Kirchen, 97.000 Mitglieder, 244 Evangelisten, 86 Pfarrer

  • Besuche der Rift-Valley-Diözese durch die Landesbischöfe
    Sorg, Renz, Maier und July
  • Tansania_5_Bischof-John-Lupaa-g
    Drei Jugendaustausch-Maßnahmen („Exchange-Reverse“):
    eine Gruppe Tansanier besucht die Kirchenbezirke Bernhausen und Bad Urach und jeweils Gegenbesuch
  • 2006 Bischof Dr. Alpha Mohammed geht in den Ruhestand, Bischof John Lupaa wird als Nachfolger eingesetzt

Die letzten und nächsten Begegnungen:

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1997 in Tansania

2005 in Deutschland
2006 in Tansania
2008 in Deutschland
2009 in Tansania
2010 in Deutschland
2011 in Tansania
2012 in Deutschland
2013 in Tansania
2014 in Tansania (Bläserreise)
2015 in Deutschland
2016 in Tansania

Unterstützung des Kirchenbezirkes bei Projekten

  • Tansania_8_Tansania_1-g
    Aufbau und Ausbildung des St.-Johns-College (Secondary-School und Bibelschule) in Kilimatinde
  • Hilfe bei akuten Hunger-Situationen (Klimawandel), z.B. 1996, 2003, 2006
  • Container-Aktion 2005/2006: (Röntgengerät, Traktoren, Pedalnähmaschinen,  Schreibmaschinen, Fahrräder) Unterstützung durch die Städte Leinfelden-Echterdingen und die Gemeinde Neuhausen
  • Bau eines Verwaltungsgebäudes für die Kirchenleitung in Manyoni
  • Bau von Wohnhäusern für Mitarbeiter der Kirchenleitung in Manyoni
  • Bau von Pfarrhäusern auf dem Lande
  • Errichtung von Maismühlen in fünf Dörfern der Diözese
  • Errichtung eines Tagungs- und Konferenzzentrums in Manyoni
  • Geplant ist ein Tagungszentrum/Konferenzzentrum in Kilimatinde
  • Ziegenprojekt

 

Was wir von unseren Partnern lernen können / was uns verbindet

  • Tansania_9_Kreuz-Tansania-g
    die Botschaft der Bibel konkret für mich persönlich anzuwenden
  • die Kraft des Gebets
  • das Zeugnis des Glaubens und der Lebensstil
  • die praktische Hilfe, um Not zu lindern

Matthias Gebhardt